Auf dem Weg zum neuen Krankenhaus

Die Region um Fotadrevo ist selbst für madagassische Verhältnisse erschreckend arm und medizinisch unterversorgt. Deswegen entschieden unsere Partner vor Ort mit uns, dort eine neue Klinik zu gründen. Unser Ziel war es, schnellstmöglich Hilfe zu leisten – mit einer Klinik, in der Operationen ebenso wie stationäre Behandlungen möglich sind.

So konnte das Hopitaly Zoara in Fotadrevo im März 2012 eröffnet werden und arbeitet seitdem in den gemieteten Gebäuden einer ehemaligen Reismühle, die für diesen Zweck um- und ausgebaut wurden. Für die Menschen in der Gegend ist das eine große Hilfe. Doch um die vielen Kranken medizinisch versorgen zu können, reicht der vorhandene Raum nicht aus. Deswegen arbeiten unsere Partner und wir daran, das Krankenhaus von Fotadrevo Schritt für Schritt um zusätzliche Gebäude zu erweitern.

Seit der Gründung der Klinik hat sich schon viel getan

Die Anfänge der Klinik waren bescheiden: zwei kleine gemietete Häuser mit einigen Krankenbetten und einem behelfsmäßigen OP, sechs Angestellte, von denen die meisten nachts auf dem Boden der Apotheke schliefen. Aber seitdem hat sich viel getan. Das Hopitaly Zoara ist eine funktionierende kleine Klinik geworden, in der auch umfangreiche Operationen durchgeführt werden können. Lazarettzelte ermöglichen es, zusätzliche Patienten unterzubringen und die gespendete Medizintechnik aus Deutschland erlaubt weitere Behandlungen.

Die Klinik ist überlastet – deshalb bauen wir in Fotadrevo

Doch immer noch müssen viele Patienten tagelang warten, bis sie behandelt werden können. Die Klinik ist mit der Zahl der Patienten überlastet und nicht selten müssen Patienten abgewiesen werden, weil es an passenden Räumlichkeiten fehlt. Deswegen sind zusätzliche Krankenhausgebäude dringend nötig.

Im Mai 2014 begannen die Bauarbeiten an zunächst 4 zusätzlichen Krankenhausgebäuden. Tausende Mauersteine wurden in Formkästen aus frisch bereitetem Beton vor Ort gegossen. Die stahlbewehrten Betonpfosten, auf denen das Dach ruht, wurden gerichtet. Innerhalb von zwei Monaten standen bereits die Außenwände. Die Innenwände und Fußböden wurden eingezogen und die Dachstühle von Zimmerern gefertigt. Darauf folgten die Dacheindeckungen und der Innenausbau. In einer zweiten Bauphase konnten wir im September 2014 ein Stationsgebäude mit 18 Betten und ein Gebäude mit Räumlichkeiten für Labor, Röntgenräumen, Apotheke und Untersuchungszimmern in Auftrag geben.

Wir stehen in ständigen Austausch mit den Baubetreuern vor Ort. Ein madagassischer Baumeister ist ständig dabei und der Baufortschritt wird in Zusammenarbeit mit Cap Anamur durch einen österreichischen Architekten vor Ort kritisch und konstruktiv begleitet. In Kooperation mit den Vereinen „Wasser ohne Grenzen“ und „Technik ohne Grenzen“ wird eine biologische Kläranlage und eine Verbrennungsanlage für infektiösen Abfall errichtet.

Wir bitten um Ihre Hilfe – bauen Sie mit!

Dank der Hilfe vieler engagierter Spender, Stiftungen und Unterstützer ist schon ein guter Teil des Bauprojektes finanziert. Doch bis das Hopitaly Zoara fertig ist, fehlen noch erhebliche Summen. Bitte helfen Sie mit!

  • Das vorhandene Krankenhaus wird dem Bedarf nicht gerecht. Deshalb wollen wir bessere Bedingungen schaffen.

  • Das von einem Grundbesitzer vor Ort gespendete Land (14.000 Quadratmeter) wird mit einer Wäscheleine vermessen.

  • Lageplan für den Erweiterungsbau mit farbig markierten Bauphasen.

  • Das Herzstück des neuen Krankenhauses ist der OP-Trakt mit Notaufnahme. Schritt für Schritt folgen Frauen- und Kinderstation, Bettenstation, Ärztehaus und Sanitäranlagen..

  • Hier entstehen die Krankenhauswerkstatt und ein Lagergebäude für Verbrauchsmaterial und Medikamente.

  • Einheimische Handwerker übernehmen Rohbau, Ausbau und Innenaus-stattung. Hier werden Betten gezimmert.